Der HomeStory Cup: Wo Profis auf der Couch spielen und Fans zu Freunden werden
In einer Esport-Welt, die zunehmend von großen Arenen, aufwändigen Produktionen und Millionen-Dollar-Preisgeldern geprägt ist, gibt es ein Turnier, das konsequent seinen eigenen Weg geht: den HomeStory Cup. Seit 2010 lädt Dennis „TaKe“ Gehlen Profispieler aus aller Welt in sein Studio nach Krefeld ein, um in einer einzigartigen Atmosphäre um den Sieg zu kämpfen. Der HomeStory Cup ist kein gewöhnliches Turnier — er ist ein Familientreffen der StarCraft-Community.
Die Idee: Esport auf der Couch
Die Idee hinter dem HomeStory Cup war einfach und revolutionär zugleich: Was wäre, wenn Profispieler nicht in einer sterilen Turnierarena antreten müssten, sondern in einer gemütlichen Umgebung, in der sie sich wohlfühlen? TaKe, selbst ein ehemaliger Warcraft-III- und StarCraft-II-Spieler und Caster, verwandelte sein Studio in Krefeld in eine Gaming-Lounge — mit Sofas, Tischkickern, einer Bar und der charakteristischen entspannten Atmosphäre.
Profispieler sitzen zwischen den Matches auf dem Sofa, kommentieren die Spiele ihrer Kollegen, scherzen mit Fans und genießen die familiäre Stimmung. Dieses Konzept steht im krassen Gegensatz zu den streng reglementierten Turnieren wie der WCS oder der GSL, bei denen Spieler und Zuschauer strikt getrennt sind.
Die Geschichte des HomeStory Cup
Der erste HomeStory Cup fand 2010 statt, kurz nach dem Release von StarCraft II. Schon damals war das Turnier ein Geheimtipp in der Community: hochklassiges StarCraft, unterhaltsames Casting und eine Atmosphäre, die es sonst nirgends gab. Mit jeder Ausgabe wuchs das Turnier — sowohl in der Qualität der Teilnehmer als auch in der Zuschauerzahl.
Internationale Top-Spieler reisen regelmäßig nach Krefeld, um am HomeStory Cup teilzunehmen — oft ohne Einladung oder garantiertes Preisgeld, einfach weil sie das Event lieben. Diese Tatsache sagt mehr über die Qualität des Turniers als jede Statistik. Spieler wie Serral, Maru, Reynor und andere Weltklasse-Profis sind regelmäßige Teilnehmer.
TaKe: Der Mann hinter dem Turnier
Ohne Dennis „TaKe“ Gehlen gäbe es keinen HomeStory Cup. Der deutsche Caster und Streamer hat das Turnier über Jahre hinweg mit enormem persönlichem Einsatz am Leben gehalten — oft unter schwierigen finanziellen Bedingungen. TaKe investiert eigenes Geld, organisiert Sponsoren, kümmert sich um Logistik und kommentiert selbst die Matches.
Seine Leidenschaft für StarCraft und seine Fähigkeit, Menschen zusammenzubringen, sind der Kern des HomeStory Cup. TaKe hat eine Community geschaffen, in der sich Profispieler, Caster und Fans auf Augenhöhe begegnen — eine Seltenheit im zunehmend kommerzialisierten Esport.
Das Casting: Profis als Kommentatoren
Eines der Markenzeichen des HomeStory Cup ist das Couch-Casting: Profispieler, die gerade nicht spielen, setzen sich auf die Caster-Couch und kommentieren die Matches. Diese spontanen Kommentare bieten Einblicke, die kein regulärer Caster liefern kann — wenn ein Weltklasse-Spieler in Echtzeit die Entscheidungen eines anderen Profis analysiert, ist das gleichzeitig lehrreich und unterhaltsam.
Die Mischung aus professionellem und improvisiertem Casting, oft gewürzt mit Insider-Witzen und freundschaftlichem Trash-Talk, gibt dem HomeStory Cup seinen unverwechselbaren Charakter. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Caster und Spieler zwischendurch ein Bier trinken oder Pizza bestellen — diese Authentizität macht das Event einzigartig.
Die Bedeutung für die StarCraft-Community
In Zeiten, in denen Blizzard die aktive Entwicklung von StarCraft II zurückgefahren hat, ist der HomeStory Cup zu einer Lebensader für die Community geworden. Das Turnier beweist, dass StarCraft II auch ohne die Unterstützung des Publishers als Esport-Titel überleben kann — getragen von der Leidenschaft einer engagierten Community.
Der HomeStory Cup ist mehr als ein Turnier: Er ist ein Statement. Er zeigt, dass Esport nicht immer größer, lauter und teurer sein muss. Manchmal reichen ein Sofa, ein paar Bildschirme und eine Gruppe von Menschen, die dasselbe Spiel lieben, um unvergessliche Momente zu schaffen.
Häufig gestellte Fragen
Der HomeStory Cup ist ein StarCraft-II-Turnier, das seit 2010 in Krefeld stattfindet. Organisiert von Dennis „TaKe“ Gehlen, zeichnet es sich durch seine einzigartig entspannte Atmosphäre aus, in der Profispieler auf Sofas spielen und Fans hautnah dabei sind.
Der HomeStory Cup findet in TaKes Studio in Krefeld, Deutschland, statt. Das Studio wird für das Event in eine Gaming-Lounge mit Sofas, Spielstationen und Caster-Desk umgewandelt.
In der Vergangenheit gab es Zuschauerkarten für den HomeStory Cup. Aufgrund der begrenzten Kapazität des Studios sind diese jedoch schnell ausverkauft. Die meisten Zuschauer verfolgen das Event über Twitch-Streams.
Dennis „TaKe“ Gehlen ist ein deutscher Caster, Streamer und ehemaliger Spieler. Er gründete den HomeStory Cup 2010 und organisiert das Turnier seitdem mit großem persönlichem Einsatz. TaKe gilt als eine der wichtigsten Persönlichkeiten der deutschen StarCraft-Szene.
Das Besondere am HomeStory Cup ist die Atmosphäre: Profispieler und Fans sind nicht getrennt, sondern treffen sich auf Augenhöhe. Die entspannte Umgebung, das Couch-Casting durch Profispieler und die familiäre Stimmung machen das Event einzigartig im Esport.